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Windpark Dachsberg:
Städtebaulicher Vertrag für sieben Anlagen in Schwielowsee unterzeichnet

Die Gemeindevertretung in Schwielowsee hat heute dem Bau von sieben Windenergieanlagen in der Bliesendorfer Heide zugestimmt. Zuvor hatte der Potsdamer Windplaner NOTUS energy den Antrag auf Wunsch der Gemeinde angepasst. Die Anlagen werden in den Kiefernforsten entlang der A10 hinter dem Autobahndreieck Werder errichtet. 

„Unter anderem haben wir den Verlauf der Zufahrtswege zu den Windenergieanlagen in den neuen Plänen noch einmal geändert“, erklärt Mirko Hannemann, verantwortlicher Projektleiter bei NOTUS energy. Für die Zufahrten zu den Anlagen, die südlich der Autobahn liegen, werden nun in weiten Strecken die bestehenden Rodungen unter der Stromtrasse genutzt. „Dadurch wird der Eingriff in den Wald noch einmal verringert“, so Hannemann. 

Über die Wege werden die Bauteile angeliefert und erreichen später die Servicetechniker die Windenergieanlagen. Während des Baus der Anlagen müssen die Zufahrtswege teilweise verbreitert werden, der Eingriff wird durch moderne Transport-Technik allerdings gering gehalten. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Wegeränder wieder bepflanzt. Zufahrtswege zu Windenergieanlagen sind schon nach kurzer Zeit von normalen Waldwegen kaum noch zu unterscheiden. 

Weiterhin sind für den Brandschutz anstelle von Zisternen jetzt Brunnen geplant, die eigens dafür gebohrt werden. „Die Feuerwehr hat damit sichere und unbegrenzte Wasserquellen im Wald. Auch, wenn eine achtlos weggeworfene Zigarette im trockenen Wald ein Feuer auslöst“, so Hannemann. 

Von den ursprünglich geplanten 18 Windenergieanlagen in der Bliesendorfer Heide hatte NOTUS energy schon im September die Anträge für 9 Anlagen zurückgezogen. Das Gebiet wurde 2015 vom Land Brandenburg als Eignungsgebiet für Windenergie ausgewiesen, weil es hier nur geringe Konflikte mit Mensch und Natur gibt: Die nächsten Siedlungen sind ausreichend weit entfernt und in den Kiefern-Monokulturen leben wenige windenergiesensible Tiere. 

„Jede einzelne der in Schwielowsee geplanten Windenergieanlagen erzeugt CO2-freien Strom für etwa 3.760 Vierpersonenhaushalte“, erklärt Hannemann. Und die umliegenden Gemeinden profitieren auch finanziell: Durch den sogenannten Windeuro, der ab 2020 in Brandenburg verpflichtend wird, gehen jedes Jahr 10.000 Euro je Windenergieanlage an die umliegenden Gemeinden. Schwielowsee erhält von dieser Abgabe 40 Prozent. 

Weitere Informationen: Auf der Website www.windpark-dachsberg.de veröffentlichen wir zeitnah die aktualisierten Lagepläne, Karten zu den Ausgleichsmaßnahmen und detaillierte Angaben zu den Naturschutz- und Immissionsgutachten.

 

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